| letzte Woche an der Seafront |
Nicht einmal zwei Wochen und ich bin schon wieder in Deutschland! Unfassbar. Tatsächlich hatte ich letzten Freitag sehr gemischte Gefühlte über meine Rückkehr nach Deutschland (das hört sich so an, als würde ich hier seit Jahren wohnen ...). Warum gerade Freitag? Vermutlich, weil ich gemerkt habe, wie gern ich doch im Café arbeite und wie sehr ich meine Kollegen mag.
Meine letzte Woche war mehr denn je von meiner Arbeit im Café geprägt, denn zunächst war ich Mittwoch Nachmittag alleine (in der Küche ist auch immer noch jemand, aber die betreuen keine Kunden) im Café und dann den ganzen Freitag ebenfalls. Über Mittwoch Nachmittag wurde ich im Vorfeld informiert und da ich von fröhlich auch weiß, wie man eine Kaffee-Maschine reinigt und bis auf die Abrechnung alles machen konnte, war ich darauf vorbereitet. Am Freitag Morgen wurde mir aber ganz spontan mitgeteilt, dass ich den Tag allein im Café und der Koch nur in der Küche sei. Zunächst dachte ich, dass sie mich auf den Arm nehmen wollen. Als ich dann jedoch gemerkt habe, dass es kein Scherz war, sondern tatsächlich die Wirklichkeit, war ich nicht sonderlich begeistert. Ich habe mir durchaus zugetraut es alleine zu machen, aber ich bin schließlich nur ein Volunteer und werde nicht einmal bezahlt. Warum also sollte ich den ganzen Tag im Café verbringen, wenn alle anderen beim Erste-Hilfe-Training sind? Meine Begeisterung hielt sich also tatsächlich in Grenzen. Ja, ich komme super mit dem Koch klar und ich konnte mir wie immer so viel Kaffee und Tee machen wie ich wollte, aber trotzdem hätte ich es schöner gefunden, wenn ich es wenigstens schon am Donnerstag erfahren hätte. Mir ist bewusst, dass es an der Situation überhaupt nichts geändert hätte, aber ich mochte es einfach nicht, so überrascht zu werden. Nachdem ich dann also am Freitag alles allein gemacht habe, wollte ich mich im Büro so wie jeden Tag abmelden und wurde plötzlich mit Blumen überrascht. Ich hatte das überhaupt nicht erwartet und bin vermutlich auch etwas rot geworden. Die Blumen seien für meine tolle Hilfe und dafür, dass sie den Freitag ohne mich nicht geschaft hätten, wurde mir gesagt. Und da war dann tatsächlich meiner leichter Ärger vom Morgen vergessen. Und auf meiner üblichen Busfahrt ist mir dann bewusst geworden, was für eine tolle Arbeitsatmosphäre es doch im Centre ist und ich die ganzen Menschen vermutlich schon vermissen werde.
Am Samstag bin ich dann mal wieder nach London gefahren. Mein Ziel: das Winter Wonderland im Hyde Park. Von Leuten im Café und auch von Brendas Schwiegertochter hatte ich nur Gutes gehört und da ich Weihnachtsmärkte ja eh wunderbar finde, konnte ich mir diesen natürlich nicht entgehen lassen. Das erste, was wir gesehen haben: ein riesiges Bayrisches Zelt und unfassbar viele Stände mit dem Bayrischen Wappen. Und was gab es da zu kaufen? - Natürlich Glühwein, Bier, Bratwurst und Brezel. Kein Wunder, dass jeder Britte nur die Bayern kennt und denkt, dass wir uns nur von Würstchen und Bier ernähren ... Aber auch außerhalb des Bavarian Village gab es noch weitere deutsche Stände, unter anderem einen Irrgarten und eine Bier-Pyramide. Mutzen haben wir leider nirgends gefunden, nur so genannte "Snowballs" die ähnlich geschmeckt haben. Auch, wenn es vielleicht keine Mutzen gab, so hatte man doch eine gigantische Auswahl an Essen. Von der deutschen Bratwurst über niederländische mini Pancakes bis hin zu traditionellen Fish&Chips. Und daher auch der Spruch "The Belly Rules The Mind", diesen habe ich nämlich an einem der Stände entdeckt.
Nach dem Winter Wonderland, hat es uns noch zum Oxford Circus verschlagen und zur Carnaby Street, welche nicht sonderlich weit entfernt davon ist. Von der Carnaby Street hatte ich zuvor online gelesen und wollte die farbenfrohe Dekoration unbedingt live betrachten. Irgendwann abends haben wir uns dann wieder zurück nach Brighton gegeben.
| Mini Pancakes! |
| Bayrische Halle - Oktoberfest Charakter |
Heute war tatsächlich schon meiner vorletzter Tag in der Pre-School und eigentlich auch einer der schönsten. Denn die Kinder lernen Weihnachtslieder und die singen wir dann alle gemeinsam und üben für ihren Auftritt, den sie nächste Woche vor ihren Eltern haben werden.
Hier noch zwei Bilder, die wir gestern Abend gemacht haben:
| keine Sorge, eure Augen sind okay ... das Bild ist unscharf |
Bis demnächst!
Nadine



